Wiebke Memmen, Versuchsassistentin von Haus Riswick, informierte die Auszubildenden über das dreijährige Forschungsprojekt, welches mit Unterstützung der Tierärztlichen Hochschule Hannover und der Universität in Bonn durchgeführt wird und die Auswirkungen unterschiedlicher Stallböden auf die Emissionen und das Tierverhalten untersucht. Neben Ammoniak werden diverse Treibhausgase, u.a. Methan und Lachgas, gemessen, um belastbare Daten über den Einfluss von Haltung und Fütterung zu erhalten.
Der TUI-Stall ist für 120 Kühe konzipiert, die in fünf getrennten Abteilen von je 24 Tieren aufgestallt sind. Die Abteile sind mit verschiedenen Spaltenböden und ein Abteil mit Strohmatratze ausgestattet. Das Stalldesign und die Stallposition sind so optimiert, dass durch getrennte Lufträume in den Abteilen die Messung der Emissionen erfolgen kann.
Durch die Installation von 30 Kameras ist zusätzlich eine Verhaltensbeobachtung der Kühe möglich.
Die Besichtigung des Versuchsstalles und der fachliche Austausch haben bei den angehenden landwirtschaftlichen Fachkräften dazu beigetragen zu erkennen, dass nur durch Forschung sowie praxisnahe Versuche eine wissenschaftliche Basis geschaffen werden kann, um Empfehlungen für die landwirtschaftliche Praxis abzuleiten. Weiterhin wurde deutlich, dass die geplanten Minderungen der Ammoniak-Emissionen im Rahmen des internationalen Abkommens zur Luftreinhaltung die landwirtschaftliche Branche vor eine große Herausforderung stellt.
Text und Fotos von Bernhard Wagner
Abteilung Agrarwirtschaft




