An diesem Tag stand die gesamte Abteilung Sozialwesen im Zeichen der Gemeinschaft, Bewegung und pädagogischen Praxis: Beim erlebnispädagogischen Gemeinschaftstag kamen alle vier Bildungsgänge der Abteilung zusammen, um gemeinsam aktiv zu werden, neue Erfahrungen zu sammeln und den abteilungsinternen Zusammenhalt zu stärken.
Ziel des Tages war es, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, spielerische pädagogische Methoden in Gruppen kennenzulernen und bereits vorhandene Kenntnisse und Fähigkeiten praktisch zu erweitern. Dabei stand nicht nur der Spaß im Vordergrund, sondern vor allem das gemeinsame Erleben und Lernen.
Die Erlebnispädagogik verfolgt den Ansatz, soziale Kompetenzen durch aktive Erfahrungen zu fördern. Lernen geschieht hierbei nicht ausschließlich theoretisch, sondern vor allem durch eigenes Handeln, Ausprobieren und Reflektieren. Teamfähigkeit, Kommunikation, Vertrauen, Problemlösekompetenz und Verantwortungsbewusstsein werden in gemeinsamen Aktionen gestärkt. Besonders im sozialen Bereich spielt diese Form des Lernens eine wichtige Rolle, da viele pädagogische Fähigkeiten erst in konkreten Gruppensituationen erfahrbar und trainierbar werden.
Für den Gemeinschaftstag hatten die Lehrerinnen und Lehrer der Abteilung zahlreiche abwechslungsreiche Stationen vorbereitet, die sowohl Geschicklichkeit als auch Zusammenarbeit erforderten. Beim Frisbeegolf waren Zielgenauigkeit und Konzentration gefragt, während der sogenannte Fröbelturm nur durch gute Absprachen und Teamarbeit erfolgreich aufgebaut werden konnte. Auch kreative Aufgaben kamen nicht zu kurz: An einer Station lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Luftballons verschiedene Figuren zu gestalten – eine Methode, die besonders in der Arbeit mit Kindern häufig eingesetzt wird.
Sportlich und gesellig wurde es beim beliebten Wurfspiel Mölkky, das Strategie und Kooperation miteinander verbindet. Ebenso sportlich und nicht weniger kooperativ ging es auch bei Zombiestuhl zu, einer postapokalyptischen Version des bekannten Spiels „Reise nach Jerusalem“. An allen 14 Stationen wurde deutlich, wie wichtig Kommunikation, gegenseitige Unterstützung und Vertrauen innerhalb einer Gruppe sind.
Besonders erfreulich war die offene und positive Atmosphäre zwischen den unterschiedlichen Bildungsgängen. Viele Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Gerade diese Begegnungen außerhalb des regulären Unterrichts tragen wesentlich dazu bei, das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Abteilung zu stärken.
Den gelungenen Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Grillen in entspannter Atmosphäre. Bei Essen und Gesprächen konnten die Erlebnisse des Tages noch einmal gemeinsam reflektiert werden. Der erlebnispädagogische Gemeinschaftstag zeigte eindrucksvoll, wie Lernen durch gemeinsames Handeln gelingen kann – praxisnah, motivierend und mit viel Freude an der Zusammenarbeit.
Text von Johannes Menrath, Fotos von Jörg Manske
Abteilung Sozialwesen





