„Ihr Beruf ist ein Zukunftsberuf“

Die Innung Sanitär-Heizung-Klima Kreis Kleve sprach jetzt im Bürgerhaus Uedem 35 Auszubildende los. 

Freuten sich über ihre Ergebnisse: Der Jahrgangsbeste Marcel Buschner (2.v.r. neben seinem Ausbilder Frank Welter, rechts) und der Zweitbeste Luca Tobias Kalinski (3. v.l.) mit Lehrlingswart Gerhard Giesen (links), Obermeister Michael Janßen (2.v.l.) und Werkstattmeister Ralf van der Cruysen (3.v.r.)

Freuten sich über ihre Ergebnisse: Der Jahrgangsbeste Marcel Buschner (2.v.r. neben seinem Ausbilder Frank Welter, rechts) und der Zweitbeste Luca Tobias Kalinski (3. v.l.) mit Lehrlingswart Gerhard Giesen (links), Obermeister Michael Janßen (2.v.l.) und Werkstattmeister Ralf van der Cruysen (3.v.r.)

Alle Redner betonten die Bedeutung des Berufsfelds für die Gesellschaft. Die Künstliche Intelligenz allein könne kein Bad sanieren, keine Heizung reparieren und keine Lüftungs- und Klimaanlage installieren. „Ihr seid die Fachkräfte, die wissen, wie man Wärme schafft, Wasser zuverlässig zum Laufen bringt und für gutes Klima sorgt“, gab Michael Janßen, Obermeister der Innung Sanitär-Heizung-Klima Kreis Kleve, den 35 Anlagenmechanikern für 

Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) mit auf den Weg, die im Sommer 2025 und im Winter 2025/2026 ihre Gesellenprüfung bestanden hatten und jetzt im Bürgerhaus Uedem losgesprochen wurden. „Ihr sorgt für Komfort, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit.“ Auch wenn der Faktor Mensch auch künftig unerlässlich sei, animierte der Obermeister die Junggesellen, sich neuen Techniken zu öffnen und immer weiter fortzubilden. „Bewahren Sie Ihre Neugier, Ihren Qualitätsanspruch und die Freude an unserem Beruf. Unser Handwerk braucht engagierte Fachkräfte – Menschen wie euch.“ 

Der Uedemer Bürgermeister Rainer Weber betonte in seiner Festrede die gesellschaftliche Bedeutung der SHK-Branche, die das „Schlüsselgewerk unserer Zeit“ sei. Weber gratulierte den Junggesellen: „Ihr habt Großartiges geleistet.“ Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der notwendigen Energiewende, betonte er: „Ihr Beruf ist ein Zukunftsberuf“, denn es seien eben gut ausgebildete und motivierte Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker, die politische Entscheidungen wie das Gebäudeenergiegesetz in die Praxis umsetzen müssten. Das Handwerk sei, der „Pfeiler der Gesellschaft“ und die Region brauche junge Menschen, die sich für das Gemeinwesen einsetzten und die Zukunft gestalteten. „Handwerk ist mehr als Technik, es ist auch Vertrauen. Übernehmen Sie Verantwortung und seien Sie Botschafter Ihres Berufs.“ 

Lehrlingswart Gerhard Giesen schloss sich den Glückwünschen an. Er erinnerte an den permanenten technischen Wandel, dem das Berufsbild unterworfen sei, und appellierte an die Junggesellen, sich immer weiter fortzubilden. In diesem Zusammenhang dankte er dem Berufsschullehrkräften Heinz Reekers, Britta Füngers, Guido Angenendt und Michael Fasselt-Paß, die im Team dafür sorgen, „dass wir gut ausbilden können.“

Nach der anschließenden Lossprechung durch Giesen bekamen die Junggesellen ihren Gesellenbrief überreicht und konnten sich zudem über einen Werkzeugkoffer als Geschenk freuen.  Als Innungsbester wurde Marcel Buschner aus Straelen vom Betrieb Frank Welter ausgezeichnet. Der 24-Jährige ist durch persönliche Beziehungen zu seiner Ausbildungsstelle gekommen. „Ich liebe die Abwechslung. Jeder Tag ist anders und es ist immer etwas los.“ Sein Betrieb sei auf Nah- und Fernwärmenetze spezialisiert, mit seiner Arbeit sei er also mitverantwortlich dafür, dass hunderte Haushalte Wärme bekommen. „Es ist ein gutes Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun und gleichzeitig einen so zukunftssicheren Job zu haben.“ Nach der Gesellenprüfung möchte er seinen Meister machen und kann sich perspektivisch eine Selbstständigkeit vorstellen. 

Zweitbester seines Jahrgangs wurde Luca Tobias Kalinski vom Unternehmen Fischbach Gebäudetechnik aus Gelsenkirchen. Der 22-Jährige Klever hat zunächst sein Abitur gemacht, bevor er sich für den Beruf seines Vaters entschied. Was ihn an seinem Beruf fasziniert? „Man arbeitet mit nicht mehr und nicht weniger als dem kostbarsten Gut, das die Menschheit hat: dem Wasser.“ Das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, lasse ihn jeden Tag 

gerne zur Arbeit gehen. Auch Kalinski möchte seinen Meister machen und künftig anderen jungen Menschen zeigen, wie spannend, sinnvoll und abwechslungsreich die Arbeit als Anlagenmechaniker SHK ist.   

Text und Fotos zur Verfügung gestellt von Kreishandwerkerschaft Kleve