Virus vs. Demokratie

Die Schüler*innen des Beruflichen Gymnasiums für Ernährung nahmen am digitalen Workshop „Virus vs. Demokratie“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung teil. Ihre Erlebnisse schildern sie hier. 

Der digitale Workshop wurde mit Hilfe von iPads realisiert.

Der digitale Workshop wurde mit Hilfe von iPads realisiert.

Die aktuelle Pandemie-Situation ist schwierig für uns alle. Umso wichtiger ist es, diese auch im Unterricht fachlich zu thematisieren und über die gesellschaftlichen Auswirkungen von Corona zu diskutieren.
Begleitet von unseren Fachlehrern für Politik und Gesellschaftswissenschaften, Christoph Zabel und Jan Feldmann, beschäftigten wir, die Oberstufe des Beruflichen Gymnasiums für Ernährung, uns mit den Sorgen, Ängsten und Gefühlen von Schüler*innen in Bezug auf die aktuelle Pandemie. Der digitale Workshop „Virus vs. Demokratie“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung bietet einen Raum, um über genau diese Punkte zu sprechen.
Zu Beginn gab es eine kleine Vorstellungsrunde und das allgemeine Stimmungsbild wurde festgehalten. Dabei wurde bereits klar, dass die aktuelle Situation unterschiedliche Gefühle, wie Angst, Zorn aber auch Neugierde hervorruft. Anschließend folgte eine digitale Gruppenarbeit, die den Einfluss des Virus in verschiedenen Umgebungen, wie z.B. in der Schule, in der Politik und den Medien, darstellen sollte. Die Ergebnisse wurden klassenintern ausgetauscht. Viele von uns fürchten eine Spaltung des Landes aufgrund der aktuellen Umstände und der teilweise erhitzten Gesprächskultur. Im nächsten Schritt, dem „Philosophieren“, haben wir unsere Gedanken zum Thema vertieft, d.h. auf Äußerungen wurden konstruktive Leitfragen von den Moderatoren entwickelt, die zum Weiterdenken anregten. Zum Abschluss des Vormittags wurde klar, dass die Mehrheit der Teilnehmer*innen sich mehr Transparenz in Bezug auf die schulischen Corona-Maßnahmen und einen sachlicheren, faktenbasierten Austausch innerhalb der Gesellschaft wünschen. 
Die Rückmeldung zu dem Workshop war durchweg positiv: Neben dem Einsatz digitaler Hilfsmittel kam es gut an, einen Ort für einen offenen Diskurs vorzufinden, für den der Lehrplan nur wenige Lücken bietet. Daher danken wir den Veranstaltern und verlassen den Workshop mit neuen Perspektiven und Einsichten auf ein komplexes, gesellschaftliches und politisches Thema.


Text: Oliver Simon und Joshua Klösters, 
Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Ernährung
Fotos: Jan Feldmann und Christoph Zabel
Illustration: ©DKJS/123comics