Unsere Vielfalt, Ihre Kraft - BK Kleve hält zusammen!

In der aktuellen Situation sollten wir nicht nur Abstand halten, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl stärken und uns gegenseitig Mut machen. Lesen Sie hier, was unsere Schüler/innen und Lehrer/innen im Moment bewegt.

Irische Segenswünsche aus dem Homeoffice – Hören Sie doch mal rein!

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Liebe Schüler und Schülerinnen,

liebe Kollegen und Kolleginnen, liebe Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen,

wir grüßen Sie mit diesem kleinen Konzert! Ein schönes Beispiel für die Möglichkeiten des Home-Office! Da musizieren Trompeter in ihren Wohnungen jeder für sich und doch zusammen. Die Musik verbindet sie und sie nehmen ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mit in ihre Gemeinschaft – wunderbar!  In dieser schwierigen und besonderen Zeit wünschen wir Ihnen solche Erfahrungen, die zeigen, dass Nähe auch mit Abstand möglich ist. 

Wir erinnern uns an viele Schulgottesdienste, in denen das irische Segenslied gesungen wurde. Es hat unsere Schülerinnen und Schüler berührt und zum Abschluss ihrer Schulzeit die Hoffnung und die Zuversicht vermittelt, dass sie auf dem Weg in die Zukunft nicht allein sind. Ihnen wünschen wir die gleiche Erfahrung! Wir erleben gerade, wie gefährdet unser Leben ist und wie viele Sicherheiten zerbrechen. Auch Unterricht, Prüfungen, Noten bekommen einen anderen Stellenwert. Wir hoffen, dass Sie gut und unbeschadet durch diese Zeit kommen, dass Sie Menschen haben, auf die Sie sich verlassen können, dass Sie herausfinden, was Ihnen gut tut – in diesem Bericht finden Sie Beispiele und Anregungen! 

Wir sind auch in der unterrichtsfreien Zeit ansprechbar und nehmen uns gerne Zeit für Ihre Fragen und Anregungen! Passen Sie gut auf sich und andere auf!

Peter A. Wolters & Marina Sänger-Hartnack (Schulleitung)

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Ich hatte bis jetzt noch nicht viel Langweile, weil ich die Aufgaben von der Schule erledige, im Haushalt helfe und auch mit meiner Familie bei dem schönen Wetter Fahrradtouren mache. Meiner Meinung nach ist es nicht so schwer sich zu motivieren, denn ich finde das von zu Hause arbeiten auch mal ganz interessant. Trotzdem bin ich froh, wenn wir wieder ganz normal zur Schule gehen können und die Normalität wieder zurückkehrt. Angst macht mir, dass keiner weiß, wie lange diese Krise andauern wird und wann ich wieder ganz normal, ohne ein mulmiges Gefühl nach draußen gehen kann. Aber Mut macht mir wiederum, dass die vielen Menschen in den Krankenhäusern, Supermärkten usw. uns versorgen können und sehr gute Arbeit leisten. Denn dadurch merken wir erst, welche Berufe wirklich wichtig sind für uns.

Zoi Adams, Schülerin des Beruflichen Gymnasiums

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Neben meinem Arbeitsplatz steht ein Kalender mit schönen Gedanken, von denen ich mir immer einen für eine gewisse Zeit zum Leitspruch nehme. Im Moment ist es: "Man muss ja sowieso denken, warum dann nicht gleich positiv!" – sehr passend.

Elke Pohlmann, Lehrerin der Abteilung Wirtschaft & Verwaltung

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Dadurch, dass sich diese Situation jetzt kurz vor dem Abitur ereignet, sind wir etwas beunruhigt. Wir Abiturienten unterstützen uns gegenseitig, damit wir trotz des Unterrichtsausfalls mit einem sicheren Gefühl an den Prüfungen teilnehmen können. Auch unsere Lehrer stehen uns bei Fragen jederzeit zur Seite und versuchen uns auf digitalem Wege so gut es geht weiter vorzubereiten.

Maike Lubomierski, Abiturientin des Beruflichen Gymnasiums

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Diese Pandemie ist eine große Herausforderung für unsere gesamte Bevölkerung. Egal ob arm, reich, jung oder alt, wir sind alle betroffen und das ist der Moment, wo man selbst merkt, dass es Schlimmeres gibt als die alltäglichen Problemchen, die uns sonst so beschäftigt haben. Wir leben in einer Welt, wo alles auf viele Dinge in unserem Leben reduziert wird. Das Hauptsächliche wird oft vergessen – unsere eigene Gesundheit und die Gesundheit der Menschen um uns herumWir können alle Hand in Hand zusammen dafür sorgen, diese Pandemie zu besiegen. Selbst wenn man auf freizeitliche Aktivitäten verzichtet und sich nicht in der Gesellschaft aufhält, rettet man vielen Menschen das Leben und auch natürlich das eigene Leben und das der  Menschen in der Umgebung, in der man sich aufhält. Sei auch du ein Mensch mit einem starken Glauben an unserer Welt und trage das bei, was du kannst! Gemeinsam überstehen wir alles.

Peyman Oynak, Schüler der Klassen mit Betriebspraktikum

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Für mich ist es ein großes Glück, dass ich nun mithilfe verschiedenster Medien meinen Mitmenschen (SchülerInnen, Familie und Freunden im In- und Ausland, Nachbar/innen) Mut machen kann und sie motiviere, gelassen zu bleiben. Andere zu motivieren ist ein wichtiger Bestandteil eines Lehrerlebens und so fällt mir diese Aufgabe leicht. Dankbar bin ich auch für den Austausch mit den angehenden Erzieherinnen und Erziehern, die ich unterrichte. So werden beispielsweise Ideen geteilt, wie man Kinder oder Jugendliche in Wohn- oder Notgruppen sinnvoll beschäftigen kann. Es ist gut für unsere Gesellschaft, dass die Frage „Wie geht es dir?“ wieder mehr Bedeutung erhalten hat.

Meike Adorf-Khabiri, Lehrerin der Abteilung Sozialwesen

Hier finden Sie Videos unserer angehenden Erzieherinnen und Erzieher, die zeigen, wie man Kinder Zuhause kreativ beschäftigen kann:

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Ich habe in einem Umkreis von 500m keine Nachbarn und kann mich deshalb noch recht frei bewegen. Trotzdem sehe ich nichts anderes mehr als Wiesen und Kühe. Und langsam wird es Zuhause trotz der vielen Aufgaben für die Schule etwas langweilig. Die Fenster im Haus habe ich auch schon alle geputzt. Daher helfe ich jetzt: Wir haben mit der Landjugend Uedem eine Aktion gestartet, wo wir für die Risikopatienten einkaufen gehen oder andere Besorgungen tätigen, damit diese Zuhause bleiben können. Ich habe auch Bekannten angeboten, auf ihre Kinder aufzupassen.

Und nun meine Bitte an alle da draußen: Wenn ihr nicht raus müsst, dann bleibt Zuhause!  Helft Menschen, die in dieser Situation auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind, weil sie zur Risikogruppe gehören! Bietet euren älteren Nachbarn an, für sie einkaufen zu gehen! Vermeidet es, eure Omas und Opas zu besuchen, damit ihr sie nicht gefährdet! Achtet auf euch und andere und bleibt gesund!

Kathrin van Gemmeren, Schülerin des Beruflichen Gymnasiums

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In diesen schweren Zeiten erkennt man die wichtigen Werte des Lebens. Wir Menschen brauchen einander und die Tatsache, dass wir in schweren Zeiten zusammenhalten, ist die größte Wertschätzung. Ich bin dankbar für all die Menschen, die für ihre Familien, Kinder und Freunde stark bleiben. Mir wird gerade bewusst, wie wichtig der Zusammenhalt ist – in der Familie wie auch in einer Partnerschaft. Mein Freund und ich verbringen die meiste Zeit in unserer Wohnung mit unseren Katzen. Denn die genießen die Zeit mit uns gerade am besonders. Wir gehen an die frische Luft, genießen die Sonnenstrahlen und den strahlend blauen Himmel. Aber auch joggen und gemeinsame Workouts stehen auf unserer Tagesliste."

Celine Peters, Schülerin

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In Zeiten der Krise zeigt sich neben dem Zuwachs von Toilettenpapier in den Privathaushalten auch ein Zuwachs von Solidarität unter den Generationen. So kaufen junge Menschen für Alte ein, den Tafeln wird geholfen und die Gesellschaft rückt zusammen. Bleibt nur zu hoffen, dass die politischen Entscheidungsträger nach der Krise die richtigen Entschlüsse ziehen. Ich würde mir wünschen, dass es bei den „Systemrelevanten“ nicht nur bei warmen Worten und „standing ovations“ im Bundestag und den Länderparlamenten bleibt, sondern auch Taten folgen. 

Wir sollten alle nicht nur in Zeiten der Krise zusammenhalten und uns solidarisieren mit denen, die unsere Hilfe benötigen. Wir sollten keine „gesichtslosen Charaktermasken“ (Theodor W. Adorno) bleiben, sondern aktiv da helfen, wo wir können. Denn nur der zwischenmenschliche Kontakt kann uns als Gesellschaft stärken.

Luca Hermsen, Abiturient des Beruflichen Gymnasium

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Ich kann in diesen schwierigen Zeiten auch einige positive Sachen entdecken. Schon ewig wollte ich mir Zeit für mich nehmen, um ein paar Bücher zu lesen oder mehr in die Natur zu gehen. Diese Zeit habe ich jetzt. Ich lese im Moment das Buch Die Lehren von Don Juan und gehe einmal am Tag im Wald spazieren. Der Virus macht mir zwar keine Angst, jedoch möchte ich respektvoll und mit Verantwortung gegen ihn angehen. Mir macht es Mut, dass man durch Videochats oder Telefonaten Freunden und Familie nah sein kann. Oft merke ich sogar, dass die Gespräche gehaltvoller sind, weil man dabei nicht auf sein eigenes Handy starrt oder anderweitig abgelenkt wird. Ich bin dankbar für die ersten Sonnenstrahlen dieses Jahr. Ich bin dankbar für die Zeit, die ich jetzt für mich und vor allem für Freunde und Familie habe. Ich wünsche allen, dass sie gesund bleiben und die Zeit gut überstehen.

Katja Vogt, Schülerin der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales

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Ich habe ein Gedicht zu Papier gebracht, das uns aufmuntern und vielleicht für eine halbe Sekunde ein Lächeln aufs Gesicht zaubern kann: 

 

Gerade verteilt, das „Online-Wissen“,

jetzt die Glotze mal kurz angemacht.

Couchgemütlichkeit, mit reichlich Kissen,

an die eigene Bildung wird auch gedacht.

 

Versehentlich in ein Programm geschaltet,

welches Kinder glücklich macht.

Was ich sehe die Meinung spaltet,

an so was hätte ich nicht gedacht!

 

Das „Sailor Moon“ die Welt nun rettet,

das hatte ich mir bisher nicht vorgestellt.

Auf „Captain Future“ wurde gewettet,

oder "Lassie", die durch die Gegend bellt.

 

"Paw Patrol" – die Hunde kommen,

die Welpen sind ja wirklich nett.

Mich hat nur kein "Rockey" an die Hand genommen.

Das "Sandmännchen" brachte mich zu Bett!

 

Auch kein "Robbi und Tobbi" mehr, nur "Naruto".

Ein Schwammkopf steht im Vordergrund.

Wo ist der gute alte Pluto

oder das Krümelmonster mit Keksen im Mund?

 

Wo ist der Bär im blauen Haus,

der am Ende den Mond besingt,

oder donnerstags Wum und der blaue Klaus,

oder Flip, der durch die Gegend springt?

 

Ich mache jetzt aus und kehre zurück,

an Schreibtisch und die elektronische Welt.

Ich wünsche Gesundheit und viel Glück,

und das manchmal noch die Lassie bellt!

Klaus-Peter Barth, Lehrer der kaufmännischen Berufsschule