Tischler proben Gesellenprüfung

Die angehenden Tischler und Tischlerinnen haben im Zuge der Vorbereitung auf ihre Gesellenprüfung ein Möbelstück im Bauhaus-Stil entworfen – von der Entwurfsskizze über die Herstellung bis zur Kostenkalkulation haben sie dabei alles allein gemacht.

Hassan Mohamed (links) präsentiert seinen Nähmaschinenschrank einem Mitschüler. Dieser musste nicht nur den Vorgaben der Fachlehrer genügen, sondern auch den Wünschen seiner Frau.

Hassan Mohamed (links) präsentiert seinen Nähmaschinenschrank einem Mitschüler. Dieser musste nicht nur den Vorgaben der Fachlehrer genügen, sondern auch den Wünschen seiner Frau.

Die Aufgabe war es, ein zeitloses Kleinmöbel in Eigenregie zu gestalten und anschließend zu verwirklichen. Insgesamt 80 Unterrichtsstunden im Lernfeld 12 „Einen Arbeitsauftrag aus dem Tätigkeitsfeld ausführen“ hatten die Auszubildenden Zeit, an ihren Möbeln gearbeitet: Dazu gehörten das Skizzieren des Möbelstücks, die Wahl der passenden Materialien, die Berechnung des Materialbedarfs und der Kosten. „Die Komplexität der Aufgabe in einem geschützten Raum zu erleben, ist wichtig. So werden die Auszubildenen optimal auf die Gesellenprüfung vorbereitet, weil sie alle Schritte einmal durchlaufen haben“, erklärt Fachlehrer Markus Tepütt. Die Bewertungskriterien des Möbelstücks waren daher auch dieselben wie in der Gesellenprüfung: Maß- und Formgenauigkeit, Oberflächenqualität, Funktionalität sowie Gestaltung.
Da sie in ihren Ausbildungsbetrieben oft nicht die Möglichkeit hätten, ein Möbelstück von Anfang bis Ende zu begleiten, sei diese Erfahrung sehr hilfreich, erzählt Auszubildende Melanie Rösen: „Gerade auch die Chance, das ungewohnte Fachgespräch zu üben, war hilfreich für mich.“ Sie hat ein hängendes Bücherregal entworfen, das nicht nur Bücher in Szene setzt. „Ich habe mich zudem für Nussbaum-Holz entschieden, weil es dunkel, warm und damit gemütlich ist. Im Kontrast mit dem Edelstahl ist es gleichzeitig zeitlos und lässt sich so mit vielen Einrichtungsstilen kombinieren.“ Auch die anderen angehenden Tischlerinnen und Tischler haben Möbel entworfen, die sie selbst gebrauchen können: Ein Nähmaschinenschrank auf Wunsch der Ehefrau, ein Fernsehschrank fürs heimische Wohnzimmer, schlichte Nachttische oder kleine Regale.  
Nach der Übung für die Gesellenprüfung fühlen sich die Auszubildenden sehr gut vorbereitet, um diese mit einem guten Gefühl absolvieren zu können. Wir wünschen den angehenden Tischler und Tischlerinnen viel Erfolg bei der Gesellenprüfung im Sommer und ihren weiteren Werdegang. 

Text und Fotos von Schülerinnen und Schüler des Differenzierungskurses „Public Relations“ im Beruflichen Gymnasium