Insider-Tipps zum Studienstart

Ein ehemaliger Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Ernährung berichtete Abiturienten von seinen Erfahrungen mit dem Bewerbungsverfahren, den ersten Wochen als Student und den Prüfungen im Studium.

Chemiestudent Eduard Schwarz ist für einen Vormittag zurück ins Berufskolleg Kleve gekommen, wo er im Beruflichen Gymnasium für Ernährung seine Allgemeine Hochschulreife erwarb.

Chemiestudent Eduard Schwarz ist für einen Vormittag zurück ins Berufskolleg Kleve gekommen, wo er im Beruflichen Gymnasium für Ernährung seine Allgemeine Hochschulreife erwarb.

Eduard Schwarz studiert Chemie in Münster und weiß inzwischen ganz genau, wie die Uni funktioniert. Das war aber nicht immer so, vor allem der Start sei aufregend und verwirrend gewesen. Daher hat er jetzt die angehenden Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums für Ernährung besucht und ihnen alle Fragen rund um Bewerbung, Anforderungen, Klausuren und Nebenjobs beantwortet. 

Schwarz betonte, dass die Schülerinnen und Schüler bereits jetzt anfangen sollten, sich intensiv mit dem Studienwunsch auseinanderzusetzen: Möchte ich lieber praktisch oder theoretisch arbeiten? Wie wichtig ist mir persönlicher Kontakt zu Dozenten und Professoren? Auf welche Schwerpunkte lege ich Wert? Sein Tipp: die Modulpläne verschiedener Universitäten vergleichen. Denn im gleichen Studiengang können die Schwerpunkte und Inhalte durchaus variieren. Hier wird auch deutlich, wie viel Zeit bei naturwissenschaftlichen Studiengängen praktisch in Laboren gearbeitet werde und welche Fächer dabei verpflichtend sind wie z.B. Mathematik oder Physik. 

Ist die Auswahl getroffen, geht es an die Bewerbung. Dies läuft meist über die Website www.hochschulstart.de, jedoch sollte man sich über den genauen Ablauf der Bewerbungsphase und die benötigten Dokumente am besten auf der Website der jeweiligen Universität informieren. Hier sei das Ausfüllen aller vorgeschriebenen Dokumente und die Einhaltung der Deadlines kompromisslos. Parallel zur Bewerbung oder sogar noch davor sollte die Suche nach einer Unterkunft beginnen. Möchte man in ein Studentenwohnheim, so sollte man sich frühzeitig bewerben, denn diese Plätze sind sehr beliebt.  In den Wochen vor Semesterbeginn finden meist Vorkurse statt, welcher der Student zu besuchen empfiehlt. Er selbst habe damals einen Kurs in Mathematik besucht und seine Kenntnisse über die Vektorrechnung, Integrale und Statistik aufgefrischt – Grundlagenwissen, dass in den Kursen und Vorlesungen vorausgesetzt werde. Mindestens genauso wichtig ist die Orientierungswoche zu Beginn des Studiums, die helfen, sich auf dem Unigelände zurechtzufinden und erste Kontakte zu knüpfen. 

Steht man endlich fest im Studium, geht es oft nur um eines – das Bestehen der Prüfungen. Die schriftlichen Klausuren entscheiden die Abschlussnote im Bachelor maßgeblich. Hier sei die Vorbereitung enorm wichtig. Eduard Schwarz lernt am liebsten in der Bibliothek, weil dort eine ruhige Atmosphäre vorherrsche, in welcher er sich besser konzentrieren könne als Zuhause. Da die Klausuren und Praktika im Labor oft in den Semesterferien stattfinden, könne man kaum von Ferien sprechen. Dies sei Lernzeit. 

Am Ende seines Berichtes betonte Schwarz: Auch wenn für ein Studium viel gelernt werden muss, gilt die ungeschriebene Regel: eine Klausur kann man nachholen, eine Party nicht: „Das Studium ist so wichtig  für das weitere Leben und man sollte sich auch anstrengen, dies möglichst gut zu absolvieren; allerdings ist die Studienzeit auch die beste Zeit des Lebens.“

Text und Foto von Schüler*innen der TGYE18A