Infoabend der Beruflichen Gymnasien

Allgemeine Hochschulreife und berufliches Knowhow - beides parallel kann man an einem der vier Beruflichen Gymnasien erwerben. Am 28. Januar gibt es Informationen über das breite Fächerangebot und die Organisation.

Praxisorientierung steht im Unterricht des Beruflichen Gymnasiums im Vordergrund.

Praxisorientierung steht im Unterricht des Beruflichen Gymnasiums im Vordergrund.

Alle, die mehr über das Abitur an den Beruflichen Gymnasien mit den Schwerpunkten Ernährung, Gesundheit, Sport oder Wirtschaft erfahren möchten, sind herzlich zum Infoabend am Dienstag, 28. Januar, um 19 Uhr ins Gebäude 6 des Berufskollegs Kleve eingeladen. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, ehemalige Abiturientinnen und Abiturienten sowie Eltern werden über die Beruflichen Gymnasien informieren, die über 300 junge Menschen ausbilden. 
Im Beruflichen Gymnasium erwerben Schülerinnen und Schüler die Allgemeine Hochschulreife. Die dreijährige Oberstufe schließt, genau wie jede gymnasiale Oberstufe, mit zentralen Abiturprüfungen ab. Der große Vorteil steckt in dem beruflichen Schwerpunkt, den die Schüler interessenbezogen wählen können: „Was uns unterscheidet, ist das berufliche Know-how, das die Schülerinnen und Schüler zusätzlich zum Abitur erwerben. Sie verbessern ihre Chancen im Wettbewerb um einen qualifizierten Ausbildungsplatz und können gegebenenfalls ihre Ausbildung verkürzen. Ebenfalls kann die Studienzeit durch gezielte Vorkenntnisse effizienter gestaltet werden“, so Dagmar Lörper, Koordinatorin der Beruflichen Gymnasien. Neben allgemeinbildenden Fächern stehen im Beruflichen Gymnasium für Gesundheit z.B. Gesundheitswissenschaften und Psychologie auf dem Stundenplan; Fächer wie Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik werden im Gymnasium für Wirtschaft und Verwaltung angeboten. Der Schwerpunkt Ernährung befasst sich mit dem Ernährungsverhalten und -problemen der Menschen. Seit Neustem ergänzt zudem das Berufliche Gymnasium Freizeitsportleiter/-in das bisherige Angebot. Hier haben Schülerinnen und Schüler Unterricht in den Leistungskursen Sport und Biologie. Auch Schülerinnen und Schüler, die noch nicht wissen, welchen Beruf sie anstreben, profitieren von der intensiven Berufs- und Studienwahlorientierung, die die Beruflichen Gymnasien mit Exkursionen zu Betrieben und Hochschulen sowie integrierten Blockpraktika anbieten. „Selbst wer den gewählten Schwerpunkt nach dem erfolgreichen Abschluss nicht fortsetzen will, verliert keine Zeit. Die Klarheit über die Berufswahl ist eine wichtige Erkenntnis. Nebenbei werden die umfassenden berufsorientierten Kenntnisse auch in anderen Berufen sehr nützlich sein“, betont Lörper.
Eine weitere Besonderheit der Beruflichen Gymnasien sind die Rahmenbedingungen: Es gibt einen breiten Wahlfach- und Differenzierungsbereich, aus dem die Schülerinnen und Schüler nach Interesse auswählen können. Gleichzeitig erfolgt der Unterricht im Klassenverband, wodurch Springstunden vermieden und feste Ansprechpartner vorhanden sind. „Wir werden hier von den Lehrern sehr unterstützt und der berufsbezogene Unterricht macht Spaß“, sagt Schülerin Nicole Wolski. 

Text von Natascha Verbücheln