Ghana - Nicht nur Schokoladenseiten

Unter dieser Überschrift hat Wilhelm Hawerkamp jetzt eine zweiwöchige Ausstellung im Foyer eröffnet. Gemeinsam mit dem Freundeskreis "Humanitäre Hilfe für Indien und Ghana" leistet Hawerkamp in Ghana Entwicklungshilfe und stellte 200 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften das westafrikanische Land vor.

Im Pädagogischen Zentrum erzählte Wilhelm Hawerkamp rund 200 Schülerinnen und Schülern über das westafrikanische Land Ghana.

Im Pädagogischen Zentrum erzählte Wilhelm Hawerkamp rund 200 Schülerinnen und Schülern über das westafrikanische Land Ghana. Der stellvertretende Schulleiter Dirk Plüschau (mitte) bedankte sich bei Hawerkamp für das Engagement und die interessanten Ausstellungen, die noch zwei Wochen im Foyer zu sehen sind.

Dabei sprach er auch über seine persönliche Verbindung mit Ghana: 1996 adoptierte er einen Jungen aus Ghana, Isaac, der vor der Diktatur unter Jerry Rawling nach Deutschland geflüchtet war. Die Diktatur ist seit vielen Jahren beendet, doch noch immer ist Ghana weit entfernt von westlichen Standards. Ein Stadtteil der Hauptstadt Accra ist bekannt als die "toxic city", eine Giftmüllhalde. Hier klauben die bettelarmen Bewohner des angrenzenden Ghettos eventuell Wiederverwertbares aus dem Elektroschrott. Zahllose Familien wünschen, dass die Kinder die Familie aus der Armut führen. Dabei ließen sie sich von eher unrealistischen Klischees über hochbezahlte akademischer Berufe wie Anwalt oder Arzt blenden, erzählt Hawerkamp den Schülern. Diese Ausbildung können die meisten Familien und Kinder gar nicht stemmen. Hier setzen Hawerkamp und sein Team an und klären die Familien über die Möglichkeiten und den Wert von beruflichen und handwerklichen Ausbildungen auf. Nicht nur da -  der deutsche Freundeskreis fördert auch die Unterrichtsqualität einer Schule in Tema. Der intensive Austausch zwischen Ghana und Deutschland hilft Verantwortlichen von Kindergarten bis Schulen durch eine neue Perspektive die eigene Arbeit weiterzuentwickeln.

Mehr Infos zu Praktika, Patenschaften und der Entwicklungshilfe des Freundeskreises gibt es im Internet unter https://indien-ghana.de/.

Die Ghana-Ausstellung ist noch bis Freitag, 23.11.2018, im Foyer zu sehen.

Text von Kristin Regnitter, Foto von Michael Schöneck