Fachinformatiker-Ausbildung startet am Berufskolleg Kleve

Fachinformatiker für Systemintegration werden nahezu in jedem Unternehmen benötigt, wo mit Computern und Software gearbeitet wird – vom mittelständischen Betrieb, über kommunale Einrichtungen bis zu internationalen Konzernen. Durch die große Zahl an Betrieben könnte auch der Kreis Kleve ein toller IT-Standort werden.

Schulleiter Peter A. Wolters (Mitte) begrüßte rund 35 zukünftige Ausbilderinnen und Ausbilder zur Informationsveranstaltung zum Start der Berufsschule „Fachinformatiker für Systemintegration“. Auch Landrat Wolfgang Spreen und Hans-Josef Kuypers von der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve verdeutlichten durch ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung, wie zukunftsträchtig dieser Bildungsgang auch für die Region ist.

Schulleiter Peter A. Wolters (Mitte) begrüßte rund 35 zukünftige Ausbilderinnen und Ausbilder zur Informationsveranstaltung zum Start der Berufsschule „Fachinformatiker für Systemintegration“. Auch Landrat Wolfgang Spreen und Hans-Josef Kuypers von der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve verdeutlichten durch ihre Anwesenheit bei der Veranstaltung, wie zukunftsträchtig dieser Bildungsgang auch für die Region ist.

Fachinformatiker für Systemintegration werden nahezu in jedem Unternehmen benötigt, wo mit Computern und Software gearbeitet wird – vom mittelständischen Betrieb, über kommunale Einrichtungen bis zu internationalen Konzernen. Durch die große Zahl an Betrieben könnte auch der Kreis Kleve ein toller IT-Standort werden. Doch den Betrieben fehlt das Fachpersonal, weil es keine Berufsschule gibt. „Wir haben in dieser Sache nicht lockergelassen und jetzt haben wir endlich die Chance bekommen, zum neuen Ausbildungsjahr eine Klasse einrichten zu dürfen“, freut sich Peter Wolters, Schulleiter des Berufskollegs Kleve. Mit der Berufsschule für die Fachinformatiker könnte man nicht nur bestehenden Betrieben helfen, sondern auch den Kreis Kleve stärken. 

Zum Start der neuen Berufsschule haben das Berufskolleg Kleve, die Wirtschaftsförderung und Landrat Wolfgang Spreen jetzt zu einem großen Netzwerktreffen eingeladen. Rund 35 Ausbilderinnen und Ausbilder aus dem Kreis Kleve haben sich mit den Fachlehrern Christian Tüchthüsen und Jochen Verrieth über die geplanten Inhalte und die Organisation der Ausbildung ausgetauscht. Landrat Wolfgang Spreen eröffnete die Veranstaltung und machte seine Unterstützung deutlich: „Mit der Ausweitung des Bildungsprogramms auf Berufsfelder von Zukunftsbranchen stärken wir sowohl das Berufskolleg Kleve als auch den IT-Standort Kreis Kleve. Die Schaffung dieses Angebots am Berufskolleg Kleve wird die Ausbildungssituation im Kreisgebiet erheblich verbessern."                    

In Zukunft werden die Fachinformatiker für Systemintegrationzweimal pro Woche zum Berufsschulunterricht nach Kleve kommen, an den anderen Tagen lernen und arbeiten sie im Betrieb. Im Berufsschulunterricht wird es um die Programmierung und die Wartung von Anwendungssystemen oder Netzwerken gehen, aber auch Markt- und Kundenbeziehungen, Controlling und Englisch werden auf dem Stundenplan stehen. Nach drei Jahren schließen sie die Ausbildung ab – je nach Interesse mit integrierten Auslandspraktika oder einem zusätzlichen Schulabschluss. Kay Esselborn, IT-Projektleiter bei Horlemann Automation & IT GmbH, freut sich für die zukünftigen Auszubildenden. Der 23-Jährige hat letztes Jahr seine Lehre beendet und musste für die Berufsschule teilweise wochenlang ins Ruhrgebiet fahren – eine Belastung, die viele Jugendliche nicht auf sich nehmen wollen und bisher umziehen mussten. „Wir müssen die Attraktivität des Standorts deutlich machen. Fachinformatikern winken nicht nur attraktive Arbeitsplätze, sondern auch coole Projekte bereits in der Ausbildung“, sagt Christoph Kühnapfel, Geschäftsführer der Team-IT Group. Esselborn weiß genau, was coole Projekte sind: Mit leuchtenden Augen erzählt er von einem Projekt, an dem er beteiligt war: „Wir haben einige Kiesgruben hier komplett automatisiert. Ein Lieferant kann jetzt mit seinem Lkw das Werk durchlaufen, ohne mit jemanden sprechen zu müssen oder Papier zu verbrauchen.“ Die projektbezogene Arbeit erfolgt in der Regel im Team, sodass Fachinformatiker nicht nur technisches Verständnis, sondern auch Teamfähigkeit mitbringen sollten. 

Voraussetzung für die dauerhafte Einrichtung der neuen Berufsschule ist, dass es auch in den kommenden Jahren genügend Auszubildende zum Fachinformatiker für Systemintegration gibt. Daher sind die Betriebe im Kreis gefragt, die Ausbildungsverträge abschließen und ihre Auszubildende bei der Schule anmelden. „Wenn die Berufsschule erst einmal gestartet ist, werden das auch andere Betriebe wahrnehmen und über die Möglichkeit nachdenken, ebenfalls auszubilden“, ist sich Hans-Josef Kuypers von der Wirtschaftsförderung sicher. 

 

Text und Fotos von Natascha Verbücheln