Geschichte der Schule

Gründung 1837

Im Laufe einer Woche besuchen mehr als 5000 Schülerinnen und Schüler das BK Kleve. Im Jahre 1837 begann man sage und schreibe mit 35 Schülern! Hier liegen die Anfänge des beruflichen Bildungswesens im Raum Kleve.

Vorläuferschulen

Diese Schule entwickelte sich aus sechs Vorläufern, von denen die wichtigsten die Handwerkerfortbildungsschule (1837) und die Fortbildungsschule des katholischen Lehrlingsvereins (1884) waren. Gründer und Leiter der Handwerkerschule war der Gymnasiallehrer Vierhaus.

Handwerker-Fortbildungsschule Cleve

Zitat: "Die Handwerker-Fortbildungsschule in Cleve bezweckt, den von den Elementarschulen entlassenen Schülern der Stadt Cleve, welche sich dem Handwerke oder Gewerbe zuwenden wollen, die für ihren zukünftigen Beruf wünschenswerte Fortbildung zu verschaffen!"

 

Kaufmännische
Fortbildungsschule

 

 

 

 

 

 

Städtische Berufs- und Handelsschule

 

 

 

 

 

Bis 1872 stieg die Schülerzahl auf 83, und 1910 besuchten diese Fortbildungsschule 82 Schüler. 1908 wurde zusätzlich eine städtische kaufmännische Fortbildungsschule mit freiwilligem Besuch eingerichtet, die aber schon 1924 aus schultechnischen Gründen mit der Handwerkerschule zusammengelegt wurde. Der seit 1913 tätige Schulleiter der Handwerker-Schule, Schwartmann, übernahm nun die Gesamtleitung. 200 Schüler wurden von 3 hauptamtlichen und einigen nebenamtlichen Lehrkräften unterrichtet. Erste hauptamtliche Lehrkraft für den kaufmännischen Bereich war der noch heute vielen Klevern bekannte Dipl.-Handelslehrer Josef Angenendt. Durch die Einrichtung einer Handelsschule erhielt 1925 die Schule die Bezeichnung "Städtische Berufs- und Handelsschule". 1930/31 zog die Schule aus der alten Landwirtschaftsschule in die renovierte sogenannte "Neue Kaserne" Brabanter Straße 56. Eine dem Verfall nahe Kaserne wurde zu einer, für damalige Verhältnisse, vorbildlichen Schule. 1408 Schülerinnen und Schüler wurden in 36 Lehrlingsklassen, in 12 Jungarbeiterklassen und in zwei Handelsschulklassen unterrichtet. Außer dem Schulleiter unterrichteten 6 Gewerbeoberlehrer, 1 Handelsoberlehrerin, 1 Handelsoberlehrer, 1 Religionslehrer und 2 Diplom-Handelslehrer.

Berufs- und Berufsfachschulen der Stadt Kleve

870.000 Reichsmark kosteten Gebäude und Renovierung. Zum Vergleich: Der Neubau BBS Kleve Weißes Tor kostete über 40 Millionen DM. 1937 wurde die Berufsschule Kalkar wegen Finanzierungsschwierigkeiten der Klever Schule angegliedert. 1934 wechselte die Leitung, und Erich Porck übernahm die Schule bis Ende 1944. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnte im November 1945 der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. Zunächst unter kommissarischer Leitung. Ab 1948 übernahm Berufsschuldirektor Heinrich Fonck die Leitung. Die Schule hieß nun Berufs- und Berufsfachschulen der Stadt Kleve. In seine Amtszeit fiel auch 1960/61 die Fusion der Berufsbildenden Schulen Kleve und Goch sowie die Fusion mit der seit 1958 bestehenden landwirtschaftlichen Kreisberufsschule. Seit dieser Zeit gab es in Kleve eine Bündelschule mit fünf Abteilungen. 1972 startete der Kollegschulversuch zwischen den Berufsbildenden Schulen und den Gymnasien mit dem Ziel, berufs- und studienbezogene Ausbildungsgänge zu kombinieren. Aufgrund schulorganisatorischer Schwierigkeiten wurde der Versuch abgebrochen.

Neues Schulgebäude

Nach achtjähriger Bauzeit war 1979/80 das neue Schulgebäude an der Felix-Roeloffs-Straße bezugsfertig.

Als Heinrich Fonck 1974 in den Ruhestand trat, übernahm Leonard Heiligers seine Nachfolge in der Schulleitung. Neben der Hauptstelle erhielten die Berufsbildenden Schulen noch die Nebenstellen Goch und Emmerich. Leonard Heiligers leitete die Schule bis 1993. In seine Amtszeit fiel die Entwicklung neuer Schulformen bis zur Gymnasialen Oberstufe, einer Schulform mit dem Abschluss der Allgemeinen Hochschulreife.

Heiligers: "Aus kleinen Anfängen haben sich Schulformen und Unterrichtsinhalte in einer Vielfalt entwickelt, die jedem, der sich darauf einlässt, ungeahnte Wege beruflicher wie allgemeiner Bildung erschließen."

Von 1993 bis 2001 leitete Heinz Welbers die Schule. Im Jahre 1995 wurde der Schulort Emmerich aufgegeben. Um die Schülerinnen und Schüler aufnehmen zu können, wurde das Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule, das sich auf dem Gelände der BBS Kleve befand, teilweise übernommen, und es wurde ein Erweiterungsbau mit 6 Klassen angebaut. Einige kaufmännische Berufsschulklassen wurden in das Berufsschulgebäude nach Goch verlagert, so dass ab diesem Zeitpunkt alle kaufmännischen Berufe in Goch beschult wurden. Damit das möglich war, wurden auf dem Gelände in Kleve für technische Berufe und technische Berufsgrundschulklassen die Gebäude 4 und 7 errichtet. Ab 01.08.98 tragen die Berufsbildenden Schulen den neuen Namen "Berufskolleg des Kreises Kleve in Kleve".

Seit August 2001 leitet Hans Reder das Berufskolleg Kleve.