Mi 30.05.2018

Zahnärztlicher Behandlungsstuhl

Behandlungsstuhl für ZMF

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Dr. Frank Jakobi testet als erster den zahnmedizinischen Behandlungsstuhl, der nun im Klassenraum in Goch steht. Um ihn herum stehen Dr. Hans Rommen, Hildegard Horn, Dr. Nicole Hilgers, Petra Veldkamp, Petra Ossmann, Alexe Reudenbach, Carola Baumann, Dr. Rüdiger Heiß (von links nach rechts).

Behandlungsstuhl für ZMF 2

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Bildungsgangleiterin Carola Baumann freut sich auch über die neuen Instrumente, die die Initiative der Zahnärzte am Niederrhein (IZN) gestiftet hat. Damit können die angehenden Zahnmedizinischen Fachangestellten praxis- und handlungsorientiert lernen.

Die angehenden Zahnmedizinischen Fachangestellten können in Zukunft noch praxisorientierter lernen.  Zahnarzt Dr. Frank Jakobi hat einen neuen Behandlungsstuhl geschenkt. Damit können unsere Berufsschüler viel über ergonomische Liegepositionen und rückenschonende Haltung  lernen. Der Beruf ist frauendominiert, bietet aber gute Bezahlung und Aufstiegsmöglichkeiten.

Für den Praxisbetrieb hat er ausgedient, am Schulstandort in Goch ist der zahnärztliche Behandlungsstuhl eine Bereicherung im Unterricht. Der alte Stuhl stammte aus den 70er Jahren und ließ sich kaum noch bewegen. Der neue Stuhl lässt sich bewegen - genau das sollen die Berufsschüler in Zukunft verstärkt lernen. "Es geht um die Ergonomie und die richtige Haltung, um den eigenen Rücken zu schonen. Man gewöhnt sich so schnell eine falsche Haltung an", weiß Dr. Frank Jakobi aus eigener Erfahrung. Der Zahnarzt aus Kerken hat dem Berufskolleg den Behandlungsstuhl geschenkt. Auch aus Patientensicht ist die Einstellung des Behandlungsstuhls wichtig, um die Nackenmuskulatur während der Untersuchungen nicht zu strapazieren. "Mit dem Behandlungsstuhl können wir unsere Schüler noch praxisorientierter ausbilden und mit authentischen Instrumenten gezielt auf die Abschlussprüfung vorbereiten", freut sich Carola Baumann, Bildungsgangleiterin der Zahnmedizinischen Fachangestellten am Berufskolleg Kleve.
Möglich gemacht hat die Spende der Kontakt zur Initiative der Zahnärzte am Niederrhein (IZN) mit dem Berufskolleg Kleve: "Die Zusammenarbeit mit den Betrieben ist eng und klappt sehr gut", sagt Baumann. In der Regionalinitiative sind 108 von 150 Praxen vertreten. Viele der Betriebe bilden aus und schicken ihre Auszubildenden nach Goch. Im Moment absolvieren hier rund 120 Berufsschüler die Ausbildung. Denn der Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten hat Zukunft: Die Praxen im Kreis suchen dringend gutes Personal. "Es ist ein toller, abwechslungsreicher Beruf mit vielen Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten", betont Dr. Nicole Hilgers, Vorsitzende der IZN. Gerade für junge Frauen biete der Beruf gute Bedingungen mit einer angemessenen Bezahlung und familienfreundlichen Arbeitsmodellen. Für das kommende Ausbildungsjahr suchen die Praxen noch Auszubildende. Eine Bewerbung lohnt sich also nicht nur für den eigenen Rücken.

Text und Fotos: Natascha Verbücheln,
Abteilung Wirtschaft und Verwaltung