So 04.02.2018

Kirchenbesichtigung in Münster

Ohne Kreuz: In der Jugendkirche "effata!" in Münster ist Jesus auf ein Kissen gebettet. Bei den Schülerinnen und Schülern kam das gut an.

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Ohne Kreuz: In der Jugendkirche "effata!" in Münster ist Jesus auf ein Kissen gebettet. Bei den Schülerinnen und Schülern kam das gut an.

Die Religionskurse des Beruflichen Gymnasiums für Wirtschaft und Verwaltung zu Besuch in Münster. Hier konnten gleich fünf geschichtsträchtige Kirchen besichtigt werden.

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Die Religionskurse des Beruflichen Gymnasiums für Wirtschaft und Verwaltung zu Besuch in Münster. Hier konnten gleich fünf geschichtsträchtige Kirchen besichtigt werden.

Moderne Kirchengestaltung: Ein Schild mit der Aufschrift „Wo bist Du“ hängt über dem Tisch-Altar der schlichten, hellen Jugendkirche.

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Moderne Kirchengestaltung: Ein Schild mit der Aufschrift „Wo bist Du“ hängt über dem Tisch-Altar der schlichten, hellen Jugendkirche.

Erste Station war die Katholische Hochschulgemeinde, wo sich der Studierendenpfarrer Michael Berentzen der Gruppe anschloss und sie zur St. Martini Kirche, die als Jugendkirche „effata!“ genutzt wird, begleitete. Berentzen verteilte gelbe Klebezettel, die in der Kirche auf schöne, interessante oder verrückte Dinge geklebt werden sollten. Davon gibt es einige: Von außen sieht die Kirche zwar alt aus, aber innen ist sie unerwartet schlicht und enthält moderne Elemente wie beispielsweise blaue LED-Strahler. Die Schülerinnen und Schüler waren sich einig: Das ist eine Kirche, in der man sich wohlfühlt. Besonders eindrücklich war, dass Jesus nicht festgenagelt am Kreuz hing, sondern auf dem Boden in einem Kissen gebettet liegt. Auch Gottesdienste werden in dieser Kirche anders als üblich gefeiert: So wird bei jedem Gottesdienst zu Beginn ein Video gezeigt und die Gemeinde beteiligt sich, indem z. B. Fragen oder Schlagwörter auf den Tisch-Altar geschrieben werden dürfen.
Berentzen erzählte den Schülerinnen und Schülern auch seine persönliche Geschichte, wie er zu der Entscheidung gekommen ist, Priester zu werden, und es folgte ein Austausch über Themen wie den Zölibat, moderne Kirchen und die Zukunft.
Mit Stadtplan und Arbeitsaufträgen ausgestattet wurden anschließend in Kleingruppen die Kirchen in Münsters Innenstadt erkundet: Im Dom, in der Lamberti-, Clemens- und Petrikirche mussten Fragen beantwortet sowie Bilder und Grundrisse zugeordnet und eigene Fotos gemacht werden.

Text: Ann-Kathrin Winters (KGYWV15C), Annika van de Loo (KGYWV15C), Fotos: Stefanie Daams,
Abteilung Wirtschaft und Verwaltung