Mo 19.11.2018

Infotag 2018

Im Vordergrund des Info-Tags stand die individuelle Beratung von interessierten Schülern.

Bild vergrößern

Im Vordergrund des Info-Tags stand die individuelle Beratung von interessierten Schülern.

Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit präsentierten den Signalübertragungsweg von Nervenzellen anhand eines Theaterstücks.

Bild vergrößern

Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit präsentierten den Signalübertragungsweg von Nervenzellen anhand eines Theaterstücks.

as Experimentieren steht im Beruflichen Gymnasium für Ernährung im Fokus. Schüler Robin Peters zeigt hier die Gas- und Schaumbildung mithilfe von Trockeneis.

Bild vergrößern

as Experimentieren steht im Beruflichen Gymnasium für Ernährung im Fokus. Schüler Robin Peters zeigt hier die Gas- und Schaumbildung mithilfe von Trockeneis.

Auch in den allgemeinbildenden Fächern werden berufsbezogene Themen im Unterricht behandelt. Ein Englisch-Leistungskurs der Abteilung Wirtschaft und Verwaltung hat sich zum Beispiel mit den wirtschaftlichen Folgen des Brexits für Unternehmen und Verbrau

Bild vergrößern

Auch in den allgemeinbildenden Fächern werden berufsbezogene Themen im Unterricht behandelt. Ein Englisch-Leistungskurs der Abteilung Wirtschaft und Verwaltung hat sich zum Beispiel mit den wirtschaftlichen Folgen des Brexits für Unternehmen und Verbraucher auseinandergesetzt.

Janina zeigt auf ein Plakat mit akkurat untereinander geschriebenen Zahlen. „So unterscheidet man Anlage- und Umlaufvermögen.“ Die Schülerin der Höheren Handelsschule erklärt im Schnelldurchlauf, wie eine Bilanz erstellt wird. Fragende Gesichter in der Besuchergruppe. Ihr Lehrer Klaus Blindenbacher beruhigt: „In den Fächern BWL und VWL fangen alle erst einmal bei Null an. Und die Fachausdrücke lernt man schnell.“ Bei der Bewerbung bringt dieses spezielle Wissen später enorme Vorteile, berichtet Marie Sanders, die ihr Abitur am Beruflichen Gymnasium für Wirtschaft und Verwaltung gemacht hat. Heute arbeitet sie in einer Personalabteilung. „Wir stellen bevorzugt Schüler mit Wirtschaftsabitur ein. Sie wissen, was auf sie zukommt, die Berufsschule läuft besser und sie sind schneller im Unternehmen einsetzbar.“ Die Schule als Vorbereitung auf das Leben – so sehen das auch Peter und Alexandra, die im nächsten Jahr ihre Abiturprüfungen am Berufskolleg Kleve ablegen werden. „Das Tolle ist, dass man die Themen aus dem Unterricht auch im Alltag gebrauchen kann. Wir können genau berechnen, welche Kosten ein Auto verursacht.“ Davon haben sie interessierte Schüler und Eltern beim Infotag am Berufskolleg Kleve überzeugt.   
Nicht nur die Abteilung Wirtschaft, sondern alle Bildungsgänge des Berufskollegs Kleve vermitteln neben dem Schulabschluss berufsbezogene Kompetenzen, die bei der Ausbildung oder im Studium einen Vorteil darstellen. Gleichzeitig ermöglicht der Berufsbezug einen praxisorientierten Unterricht, von dem sich die Besucher beim Info-Tag einen Eindruck machen konnten: Die Rundgänge der Abteilung Technik führten zu einem KUKA-Industrieroboter, den Schüler der Höheren Berufsfachschule im Unterricht programmieren lernen, Versuchsanordnungen zur Messtechnik, Tablet-Klassenräume, in denen mit digitalen Medien der Sprachenunterricht aufgewertet wird, und zu CAD-Technik, die Visualisierungen von Bauteilen im 360°-Format ermöglicht. Zu den kleinsten Hauptdarstellern gehörten die Ozobots, Mini-Roboter im Überraschungsei-Format: Schüler haben diese mittels iPads so programmiert, dass sie sich Wettkämpfe in komplexen Labyrinthen lieferten und synchron Tango auf dem Tisch tanzten. In der Abteilung Gesundheit und Ernährung konnten die Besucher eine Zeitreise durch die Frisuren vom antiken Rom bis in die 1920er Jahre unternehmen. „Bis zum Rokoko wurden die Frisuren immer aufwendiger. Die Frauen nutzten Haarteile, die in eine Art Dauerwellenverfahren frisiert wurden. Später mussten Frisuren vor allem praktikabel sein“, erklärt Berufsschullehrerin Ann-Kristin Kasperski. Schüler der Höheren Berufsfachschule visualisierten mithilfe besonderer T-Shirts und eines Smartphones das Skelett und die Organe des Oberkörpers. Der virtuelle Blick durch die Haut erleichtert Schülern das Verständnis des menschlichen Körpers.
„Mit Menschen arbeiten“ - Unter diesem Motto nahmen am Infotag viele Jugendliche und Erwachsene an den Informations- und Beratungsangeboten der Abteilung Sozialwesen teil. In der Fachoberschule Gesundheit und Soziales ermöglichten Schüler Einblicke in den durch die Kombination aus Praktikum und Schule vielseitigen Weg zur Fachhochschulreife. Diejenigen, die sich für die Ausbildungsberufe der Sozialassistenten bzw. Kinderpflege interessierten, erhielten individuelle Beratungen zu den zweijährigen Ausbildungen. In der Fachschule Sozialpädagogik fand vor allem die seit diesem Jahr neu aufgenommene praxisintegrierte Erzieherausbildung (PIA) eine rege Aufmerksamkeit. Diese ermöglicht eine Kombination aus Lehre im Ausbildungsbetrieb und Schule. Das Team der Fachschule um Bildungsgangleiterin Steffi Gijsbertsen konnte am Infotag das Interesse vieler Besucher für diesen Ausbildungsweg wecken und Fragen klären. Natürlich haben sich auch die Abteilungen Basis- und Ausbildungsvorbereitung und Agrarwirtschaft mit kreativen Kunstwerken und Miniatur-Traktoren am Infotag beteiligt.
Großer Andrang herrschte bei den Beruflichen Gymnasien, die sich mit ihren Schwerpunkten vorstellten: So boten die Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Ernährung einen Body-Check mit Messung des Blutdrucks und des Blutzuckerspiegels an, während Schüler des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit für mehr Engagement für benachteiligte Schüler in Afrika und gegen Diskriminierung warben. Das neue Berufliche Gymnasium für Freizeitsportleiter zeigte Fitness-Übungen aus dem Sport-Leistungskurs.
Schulleiter Peter Wolters lobte das große Engagement der Kollegen und Schüler: „Es war ein lebendiger, vielfältiger Tag mit vielen frischen Ideen, engagierten Schülern und guten Gesprächen.“ Denn die Beratung ist am Berufskolleg Kleve ein zentrales Element: Interessierte Schülerinnen und Schüler erhalten schon vor der Anmeldung ein individuelles Beratungsgespräch, um den passenden Bildungsgang auszuwählen. Während der Schulzeit steht ein erfahrenes Team aus Beratungslehrern, Sozialarbeitern, Inklusionsbeauftragte sowie einem Seelsorger zur Verfügung und versucht frühzeitig zu unterstützen.
Wer sich für das Angebot am Berufskolleg Kleve interessiert, findet Informationen und Kontakte unter www.berufskolleg-kleve.de.

Text: Stefanie Daams, Johannes Müller, Kristin Regnitter, Silja Theobald,
Natascha Verbücheln und M.W.,
Fotos: Johannes Müller und Schülern des Differenzierungskurs „Public Relation“,
Berufskolleg Kleve