Mo 20.11.2017

Großer Andrang beim InfotagPlus+

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Guiseppe Ramirez vom Nierswalder Landhaus flambierte Crêpes Suzette

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Die Besucher konnten dem KUKA-Industrieroboter beim Arbeiten zusehen

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Die unsichtbare Welt - Schülerinnen und Schüler mikroskopierten Hautzellen

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Beim InfotagPlus+ gabe es für Schüler, Besucher und Ausbildungsbetriebe vielfältige Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen, ins Gespräch zu kommen und sich über die vielfältigen Angebote des Berufskollegs zu informieren.

Schüler und Lehrer der verschiedenen Bildungsgänge haben sich auch in diesem Jahr viel Mühe gegeben, um den Besuchern des InfotagesPlus+ interessante Einblicke in den Unterricht zu ermöglichen:
Im Beruflichen Gymnasium Gesundheit informierten Schülerinnen und Schüler über die Gefahr der UV-Strahlung. Mithilfe von UV-Perlen konnte man sich von der Wirksamkeit verschiedener Sonnenschutzcremes überzeugen, selbst hergestellte Cremes ausprobieren und Hautzellen unter dem Mikroskop untersuchen. Währenddessen bot die Berufsschule der Friseure ein Showstyling. Die Schülerinnen der Höheren Berufsfachschule Gesundheit und Soziales präsentierten, wie die Aufstehhilfe "Sara 300" Pflegekräfte bei der Arbeit entlasten kann.
Bunt beflaggt war der Flur des Beruflichen Gymnasiums für Wirtschaft und Verwaltung. Der Union Jack wies den Weg zu den Räumen, in denen man sich nicht nur über das Fach Englisch, sondern auch über angebotene Betriebspraktika im Ausland sowie Fremdsprachenangebote, die fit machen für beispielsweise ein Studium im Bereich des International Management, informieren konnte. Besonderes Interesse bestand an den Fächern, die in der Sekundarstufe I nicht auf den Stundenplänen stehen. Spielerisch konnte erkundet werden, was sich beispielsweise hinter der Abkürzung BWR verbirgt: Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen. Selbstbewusst und mit Spaß an der Sache schlüpften Schülerinnen in die Lehrerrolle und präsentierten ihr Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge.
Der Kreativität freien Lauf lassen und dabei über realistische Ziele im Leben sprechen - das konnten die Besucher im Raum der Abteilung Basis- und Ausbildungsvorbereitung, die Schüler ohne Hauptschulabschluss auf eine berufliche Tätigkeit vorbereiten. Beim Bemalen von Leinwänden entwickelten sich angeregte Gespräche. Ähnlich war es in den Räumen der Abteilung Sozialwesen. Viele Besucher konnten sich an den ausgestellten Bildern von betreuten Kindern ein genaues Bild von der kindlichen Entwicklung machen, die im Zentrum vieler Bildungsgänge steht. Besonderes Augenmerk fiel dazu noch auf die breite Vielfalt der Möglichkeiten zur musischen Erziehung in allen Ausbildungen.
Die Abteilung Technik hat sich mit Projekten und Versuchen aus dem Unterricht vorgestellt. So konnten sich die Besucher einem allumfassenden Body-Check unterziehen, einem Industrieroboter bei der Arbeit zusehen oder auch Virtual-Reality-Brillen ausprobieren, die das Fräsen eines Werkstücks in einer virtuellen Produktionshalle realitätsnah simulieren. Im Unterricht können die Schülerinnen und Schüler so die Maschinen von allen Seiten in ihren Funktionen und Dimensionen betrachten, um z.B. die Produktionsteuerung zu optimieren. Dem ein oder anderen Besucher wurde beim virtuellen Erlebnis etwas schwindelig.
Zum Glück bot das Bistro-Team der Schule jede Menge Köstlichkeiten zur Stärkung an - angefangen von warmen Waffeln bis zum orientalischen Couscoussalat, den die internationalen Förderschüler in kleinen Schälchen den Besuchern anboten. "Der Infotag ist sehr informativ und hat meine Tochter bestärkt, im nächsten Jahr hier zur Schule zu gehen. Mich hat überzeugt, wie offen Schüler und Eltern über ihre Erfahrungen berichtet haben. Das Tolle am Berufskolleg ist, dass hier alle Schüler noch einmal neu anfangen können", sagte Mutter Lydia Hilgers. Sabine Booten aus Uedem bestätigte diese Meinung: "Ich bin begeistert, was die Schule alles bietet. Es ist alles sehr strukturiert und praxisbezogen."
Erstmals waren beim InfotagPlus+ auch Ausbildungsbetriebe vor Ort. Schulleiter Peter Wolters lobte das neue Konzept: "Für Schüler, Besucher und Ausbildungsbetriebe ergaben sich vielfältige Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und  ins Gespräch zu kommen. Durch diese Kombination wird das vielfältige Angebot sichtbar und es werden verschiedenste Chancen für junge Menschen aufgezeigt." Bereits am Vormittag haben sich circa 30 Betriebe aus dem Kreis im Foyer des Berufskollegs präsentiert und mit Schülerinnen und Schülern aus den Vollzeitbildungsgängen gesprochen, bevor am Nachmittag die Türen für alle Interessierte geöffnet wurden. "Wir sind zufrieden. Es war spannend zu beobachten, dass uns Jugendliche angesprochen haben, an die wir selbst nicht gedacht hätten, und umgekehrt", sagte Tobias Fleskes, Projektleiter bei Elektro Verfers. Er hat am Nachmittag einigen Jugendlichen Praktika angeboten und sogar einen Ausbildungsplatz vergeben. Auch in der agrarwirtschaftlichen Abteilung konnte eine rege Nachfrage nach den Ausbildungsmöglichkeiten zum Landwirt und zur Fachkraft Agrarservice verzeichnet werden. Das Konzept des InfotagPlus+ lockte in diesem Jahr somit auch Schülerinnen und Schüler, die sich nach der Sekundarstufe I aktiv für eine Ausbildung entscheiden.
Schulleiter Wolters war am Ende des Infotages sehr zufrieden: "Natürlich gibt es auch für uns nach diesem ersten Durchgang noch etwas zu optimieren, so dass der nächster InfotagPlus+ ein noch wirkungsvoller Anziehungsmagnet werden wird. Dennoch war es ein erfolgreicher Tag, den meine Kolleginnen und Kollegen mit Einsatzbereitschaft, Kreativität und Professionalität möglich gemacht haben."

Text: Stefanie Daams, Jörg Manske, Kristin Regnitter, Silja Theobald, Natascha Verbücheln, Melanie Wystrach, Fotos: Johannes Müller und Kristin Regnitter,
Berufskolleg Kleve