Mo 05.02.2018

Gentechnik - Unterricht im Labor

Schüler pipettieren die PCR-Ansätze.

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Schüler pipettieren die PCR-Ansätze.

Die Agarose-Gelelektrophorese wird vorbereitet. Dazu füllen die Schülerinnen und Schüler ein Gel in die Kammer ein, durch welche die DNA-Ansätze dann unterschiedlich schnell wandern.

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Die Agarose-Gelelektrophorese wird vorbereitet. Dazu füllen die Schülerinnen und Schüler ein Gel in die Kammer ein, durch welche die DNA-Ansätze dann unterschiedlich schnell wandern.

Die Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft und in der Lebensmittelproduktion ist ein ziemlich umstrittenes Thema. Wir, die Oberstufe des Beruflichen Gymnasiums für Ernährung, haben uns an einem Projekttag mit dem molekularbiologischen Nachweis von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Lebens- und Futtermitteln beschäftigt.
Zuerst haben wir DNA aus Hühner-Futter, Gersten-Weizen-Futter sowie Mais-Futter von einem nahegelegenen Bauernhof und aus Bio-Tofu von einem Discounter isoliert. Als Kontrolle standen uns Soja-Proben (GVO-Positiv und GVO-Negativ) aus einem Experimentiersatz zur Verfügung. Im nächsten Schritt wurden die gewonnenen DNA-Proben für die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) eingesetzt. Mit Hilfe der PCR-Methode kann man einen definierten DNA-Bereich vervielfältigen. Gentechnisch veränderte Pflanzen enthalten ein spezifisches Genkonstrukt, das so in der Natur nicht vorkommt. Die Vervielfältigung dieses Konstrukts belegt somit zweifelsfrei das Vorliegen eines GVO.
Nach der PCR haben wir die Proben mittels Agarose-Gelelektrophorese aufgetrennt, um zu überprüfen, ob das GVO-spezifische Fragment vervielfältigt wurde. Nach der Färbung der DNA konnten wir GVO im Hühner-Futter und in der mitgelieferten Soja-Probe (GVO-Positiv) nachweisen. Das Ergebnis beim Mais-Futter war nicht eindeutig und beim Bio-Tofu, Gersten-Weizen-Futter sowie bei der mitgelieferten Soja-Probe (GVO-Negativ) war kein DNA-Fragment und somit keinen GVO festzustellen.
Unsere Arbeitsschritte und Ergebnisse haben wir mit Videos dokumentiert und in Form von Plakaten als „erweiterte Realität“ festgehalten. Dafür wurden die Plakate durch so genannte „Triggerbilder“ mit von uns angefertigten Videos verknüpft. Alle Interessenten können sich den genaueren Ablauf des Projekttags sowie das Ergebnis auf den Plakaten im Flur vor dem Raum 0.29 mit Hilfe der kostenlosen App „HP Reveal“ anschauen und weitere Informationen zu unserem Projekttag erhalten.

Text: Elena Porcel Martinez, Fotos: Schüler der GGYER15A,
Abteilung Technik