Mo 20.11.2017

„Die Vermessung der Welt“

Einigen SuS werden alte Katasterübersichten erläutert

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Herr Phillipi vom Katasteramt des Kreises Kleve erläutert altes und aktuelles Kartenmaterial

Ein Beispielplan für die Wasserburg

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Historischer Vermessungsriss der Wasserburg Rindern

Ein Beispielplan für Rindern

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Historische Darstellung von Rindern

Satellitengestützte Vermessung, digitale Geländemodelle, dreidimensionale Stadtpläne, bürgernahe digitale Dateninformationssysteme. Fast alles ist heutzutage für fast jeden zugänglich. Die nunmehr seit dreizehn Jahren am Berufskolleg Kleve stattfindende Vortragsveranstaltung des Liegenschafts- und Katasteramtes des Kreises Kleve zeichnete ein anderes Bild der realen Vermessung, als viele Schülerinnen und Schüler vermutet hatten. Die alte Zeit des Zeichnens, Vervielfältigens und Archivierens von handgezeichneten Plänen in verstaubten Büros ist schon lange vorbei. Auf Einladung von Frau Tenhagen gaben die Mitarbeiter Herr Phillipi, Herr Schlaghecken und Herr Terhorst einen anschaulichen Überblick ihrer Tätigkeiten.
Das Publikum aus Auszubildenden der Bauzeichnerklasse, Schülern der Höheren Berufsfachschule Bautechnik und Auszubildenden des Kreises selbst bekam vier Stunden geballtes Wissen vermittelt, dass komplex war und vor allem die Neugier weckte.
Das ersten Liegenschaftskataster des frühen 19. Jahrhunderts wurde nur zum Eintreiben von Steuern geschaffen. Im Laufe des letzten Jahrhunderts hat sich die Arbeit des Katasteramtes zu einem digitalen Informationssystem für die Bevölkerung entwickelt. Die alten Papierpläne aus Napoleons Zeiten beeindrucken durch ihre Detailfülle und werden zur Prüfung aktueller Satellitendaten immer noch herangezogen - ihre vollständige Digitalisierung ist fast abgeschlossen.
Das Liegenschaftskataster in seiner heutigen Form bedient sich modernster Technik bei der Erfassung, Verarbeitung und Bereitstellung von Informationen. Die Daten des Katasters bilden heute die Grundlage für moderne Geoinformationssysteme GIS (wie das bekannte GIS Google Maps), auf die auch jeder Bürger über die Seite www.geoportal-niederrhein.de zugreifen kann.
Ganz aktuell werden die Städte und Dörfer mit dreidimensionalen Gebäudemodellen versehen, siehe http://3d-stadtmodell-kreis-kleve.virtualcitymap.de/.

Text und Fotos: Ludger Stratenschulte und Monika Tenhagen,
Abteilung Technik