Do 08.02.2018

Berufswelt gestern und heute

Einmal oben, hat man vom Aussichtsturm eine klasse Sicht auf Duisburg.

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Einmal oben, hat man vom Aussichtsturm eine klasse Sicht auf Duisburg.

Die DASA ist ein Museum mit vielen Experimenten zum Ausprobieren und Staunen.

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Die DASA ist ein Museum mit vielen Experimenten zum Ausprobieren und Staunen.

Der erste Halt war der „Landschaftspark Duisburg-Nord“. Dort liefen wir quer über das Gelände des stillgelegten Hüttenwerks, in dem die „Rheinischen Stahlwerke zu Meiderich bei Ruhrort“ 1901 erstmals sogenanntes Spezialroheisen zu produzieren begannen. Die Thyssen-Gruppe verarbeitete dieses Spezialroheisen später weiter. Seit 1985 ist der letzte Hochofen stillgelegt und aus dem Stahlwerk wurde ein Freizeitpark, der auf der ganzen Welt bekannt ist.
Wir passierten also die „Möllerbunker“ (in denen heute übrigens jeder, der genug Erfahrung besitzt, klettern kann) sowie die Bunker, deren Trennmauern etwa acht Meter in die Höhe ragten. In einem dieser Bunker versteckte sich eine Treppe, der wir nach oben folgten und die in einem schmalen, lediglich mit luftigen Metallgittern ausgelegten Gang endete. Dieser mündete schließlich am Aussichtsturm, in dem auf Tafeln und in Natura der Hochofen, die Heißwind-Ringleitung und das Kühlsystem zu finden waren. Rutschige Treppen führten uns immer weiter hinauf. Zur Belohnung gab es, oben angekommen, einen wunderschönen Blick auf ganz Duisburg. Daneben konnten wir zum Beispiel den Hochofen 5, die Gießhalle 2 und 1 sowie den eben genannten Bunker erkennen. Nach diesem spektakulären Höhepunkt ging es wieder bergab und zurück zum Bus.
Unser zweiter Stopp war die DASA in Dortmund. DASA? Ja, das klingt so ähnlich wie „NASA“, hat im Kern der Sache aber eher weniger mit Raumfahrt zu tun. DASA ist die Abkürzung für „Deutsche Arbeitsschutzausstellung“. Dementsprechend waren hier verschiedene Berufsfelder Thema, die uns in anschaulichen Experimenten nähergebracht wurden. Zunächst ging es zum Beispiel darum, worauf man beim Kauf seines Bürostuhls achten sollte: dass die Lehne mit den Schultern abschließen sollte, dass sie beweglich sein sollte, dass zwischen Ende der Sitzfläche und Kniekehle noch mindestens zwei Finger passen sollten oder dass man je nach Beanspruchung auf die richtigen Materialien achten sollte.
Außerdem wurden uns modernste Methoden zur Erholung am Arbeitsplatz gezeigt; einige Experimente, um die körperliche Fitness und die geistige Entspannung zu testen; einige, bei denen wir testen konnten, wie gut unsere Sinne funktionieren. Zu guter Letzt bot das Museum einen LKW-Simulator, eine nachempfundene Feuerwehrzentrale und eine alte Straßenbahn. Dazu sei gesagt, dass uns lange nicht genug Zeit blieb, um das gesamte Museum zu erkunden. Es gibt also für kommende Besuche noch deutlich mehr zu entdecken!

Text und Fotos: Leonard Gebbink (KGYWV17),
Abteilung Wirtschaft und Verwaltung