Di 02.05.2017

Berlin hautnah

Mitte März habe ich die Möglichkeit wahrnehmen können, mit 50 Schülerinnen und Schülern der Gymnasien im Kreis Kleve an einer Informationsfahrt in die Bundeshauptstadt Berlin teilzunehmen.

Voller Vorfreude auf die nächsten Tage und auf das Abendessen, zu dem sich die Bundesministerin Frau Dr. Barbara Hendricks zu uns gesellte, kamen wir in Berlin an.
Sie erzählte über ihre Stellung als Ministerin und verschaffte uns ein klares Bild über ihre Aufgaben und Verantwortungen. Zudem ging Frau Hendricks auf  ein paar Fakten zu ihrer Person ein und im weiteren Verlauf des Gesprächs durften wir eigene Fragen an die Ministerin stellen.
Das Interesse an der Zukunft von Elektroautos und dem Ausbau und der Förderung von erneuerbaren Energien waren die Hauptthemen der Diskussionsrunde. So wurde zum Beispiel über die Verbannung von Dieselmotoren durch Elektroautos in Großstädten und den Bau von Windkrafträdern im Klever Reichswald diskutiert.

Die nächsten Tage besuchten wir die Ausstellung „The Story of Berlin“ im Ku-Damm-Karree, bei der bestimmte geschichtliche Gesichtspunkte wie die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und die Teilung Berlins sehr gut dargestellt wurden. Außerdem bekamen wir ein Informationsgespräch und eine Führung durch das Haus der Wannsee-Konferenz, wo wir einen stärkeren Eindruck von dem schrecklichen Vorgehen der Judenvernichtung und deren Hintergrundgeschichte bekamen.

Natürlich durfte ein Besuch des Reichstages sowie ein Besuch im Zweitsitz des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit nicht fehlen. Dort bekamen wir allgemeine Informationen zu den Gebäuden, über die Verteilung der Sitze im Bundestag und die  Abstimmungsmöglichkeit des „Hammelsprungs“.

Erschreckend fand ich den Besuch in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der ehemaligen  Untersuchungshaftanstalt der Stasi. Wir wurden vor Ort von einem Zeitzeugen, welcher dort selbst einmal Häftling war, durch die einzelnen Gebäude geführt. Durch seine Geschichte und die Stimmung in diesem Gebäude bekam man selber eine Vorahnung, wie vor Jahrzehnten dort alles gehandhabt wurde.

Neben den zentralen Programmpunkten haben wir noch eine Stadtrundfahrt mit politscher Orientierung bekommen und durften später zusätzlich die schöne Hauptstadt auf eigene Faust erkunden.

Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass die Informationsfahrt ein großer Erfolg war und ich dadurch einige Menschen kennenlernen durfte und viel dazu lernen konnte.

Text und Fotos: Vanessa Hartwig,
Berufliches Gymnasium für Wirtschaft und Verwaltung