Do 09.02.2012

„Die Fünf Bänker“ liegen goldrichtig

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Jürgen Jansen (li.) von der Sparkasse Kleve mit „Den Fünf Bänkern“: Florian Jansen, Stefanie Offermanns, Judith Dercks, Kira van Gemmeren, Jan Kösters, Studienrat Jan Röttgers und Sparkassenbetriebswirt Christian Albers bei der Siegerehrung des Rheinlandes in Düsseldorf.

Aus 50.000 Euro Startkapital „zaubern“ beim Schülerwettbewerb „Planspiel Börse“  der Sparkassen „Die Fünf Bänker“ stattliche 58.591,54 Euro. Und das binnen zehn Wochen in Zeiten der Finanz-, griechischen Schuldenkrise und weltweiter Turbulenzen an den Börsenmärkten. Hinter den „Fünf Bänkern“, so der Spielname der Gruppe, verbergen sich Spielführerin Judith Dercks, Kira van Gemmeren, Stefanie Offermanns, Florian Jansen und Jan Kösters der Klasse SFOSO 10C, die zusammen mit ihrem Lehrer, Studienrat Jan Röttgers, im Fach Wirtschaft an der mittlerweile 29. Auflage des Börsenspiels der Deutschen Sparkassen teilgenommen haben. Die fünf angehenden Fachabiturienten der Abteilung Sozialwesen des Berufskolleg Kleve des Kreises Kleve belegen damit den ersten Platz der Sparkasse Kleve und einen hervorragenden fünften Platz auf der Rennliste des Sparkassenverbandes Rheinland. „In einem turbulenten Börsenumfeld ist es dieses Mal gar nicht so einfach gewesen, sein Spielgeld überhaupt zu vermehren“, resümiert Ralf Fleischer, Geschäftsführer des Sparkassenverbandes Rheinland, während der offiziellen Siegerehrung in Düsseldorf. „Lediglich 30 Prozent der insgesamt 38.000 angemeldeten Spieldepots sind überhaupt in die Gewinnzone gekommen.“ Allein im Rheinland haben die Klever Schüler rund 2.800 Spielgruppen hinter sich gelassen. Und auch nach oben hin ist die „Luft“ recht dünn: Keine 1.000 Euro trennen die Schüler des Berufskollegs Kleve vom Erstplatzierten, einer Spielgruppe eines Aachener Gymnasiums, die insgesamt 59.600 Euro Gesamtsumme erzielten. Während der zehnwöchigen Spieldauer haben die Klever Berufsschüler insbesondere auf die Aktien von „Google“ und „Volkswagen“ gesetzt und lagen damit goldrichtig und konnten zusehen, wie die Aktien börsentäglich höher notierten. Auch mit „Apple“ beweisen „Die Fünf Bänker“ Fingerspitzengefühl, da der Kurs der Aktie zwar kurz nach Bekanntwerden des Todes des Firmengründers Steve Jobbs einbricht, sich aber ebenso schnell wieder erholte. „Die Psychologie der Börse kann niemand gänzlich erklären“, sagt dazu Bankkaufmann Jürgen Jansen, bei der Sparkasse Kleve für Wertpapiere zuständig.  Denn: Die Aufgabenstellung zu Spielbeginn klingt zunächst kinderleicht, doch der Weg zum Ziel ist weitaus schwieriger: das Startkapital von 50.000 Euro durch geschickte An- und Verkäufe von Wertpapieren möglichst gewinnbringend zu vermehren. Abgerechnet wird dabei nach den realen Börsenplätzen.  „Das Gefühl von Hunger nach Gewinn und Verlust ist so reizvoll und macht die Faszination dieses Spiels aus“, so Geschäftsführer Fleischer. Studienrat Jan Röttgers zeigt sich mit dem Verlauf und Abschneiden seiner Schüler hoch zufrieden: Die Schüler könnten beim Planspiel „lebensecht schon mal für übermorgen üben – ohne echtes Geld zu verlieren“, so Studienrat Röttgers. „Und über den ersten Platz freue ich mich mit meinen Schülern natürlich ganz besonders!“ Platz fünf auf Ebene des Rheinlandes beschert den „Fünf Bänkern“ übrigens auch ein stattliches Preisgeld in Höhe von 800 Euro. „Das werden wir gerecht aufteilen“, versichert Florian Jansen. „Auf den Kopf hauen“ wollen die Schüler ihren Gewinn übrigens nicht sofort. „Der nächste Urlaub kommt bestimmt“, freuen sich Judith Dercks und Kira van Gemmeren unisono, „da kann man ein zusätzliches Taschengeld ganz gut gebrauchen!“ Auch in diesem Jahr lädt der Verband der Sparkassen wieder zum Planspiel Börse ein. Im Oktober startet die mittlerweile 30. Auflage des Onlinespiels. Alle notwendigen Informationen zum Spiel gibt es unter www.planspiel-boerse.de. Dort ist auch eine Anmeldung möglich.

Text und Fotos: Jan Röttgers, Abteilung Sozialwesen